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Ich liebe dieses Buch, weil...,
....es gleichzeitig witzig und weise ist.
Es geht um einen jungen deutschen Mann, der sich morgens beim Bäcker
in eine schöne Halb-Italienerin verliebt. Und als er einige
Zeit später mit ihr vor den Traualtar tritt, heiratet er nicht
nur sie, sondern auch ihre beträchtliche italienische Sippe
aus Campobasso. Und die will ihn natürlich sofort kennen lernen!
Vor allem sein Schwiegervater Antonio Marcipane, von dem er beim
ersten Treffen befürchtet, er könne ihm einzelne Finger
abschneiden und zwecks Lösegelderpressung an seine Eltern schicken,
stellt sich als sehr redselig heraus. Die beiden fahren zusammen
nach Campobasso, wo Antonio seine Lebensgeschichte erzählt -
die eines italienischen Gastarbeiters, der in den 60er Jahren mit
großen Träumen nach Deutschland kommt und bleibt.
Ich habe das Buch im letzten Italienurlaub gelesen
und es war seit langem das beste Lesefutter was ich hatte. Stellenweise
ist das Buch so witzig, dass mich meine Strandnachbarn doch etwas
irritiert musterten, als ich in leises Gegacker ausbrach. Andererseits
kann man sich Antonios Lebensweisheiten zum Leben an sich und in
der Fremde kaum verschließen
und überdenkt doch so die eine oder andere eigene Position.
Ein Buch, das ich wirklich gerne gelesen habe, und ich bin gespannt,
was wir noch so erwarten dürfen von Jan Weiler!
Gabriela Tenuta
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